Auslaufmodell

    (9 x gelesen)
    Dez 04 2019

    Mittwoch

    Heute ist die Station geschmückt. Weihnachtsbaum, Sterne, Tannengrün, Lichterkette am Fenster, Weihnachtsfiguren überall. Nur ein kleiner Nikolaus war wohl nicht brav und hatte Pech: den haben sie an der Wand aufgehängt... Sieht gemütlich aus. Außer der hingerichtete Nikolaus.

    Das läuft hier so: Tupfer drauf, Nadeln raus, 20 Minuten Abdrücken, Tupfer wechseln, Pflaster drauf, fertig. Normalerweise. Das hält bis irgendwann Nachmittag zuhause, wird vorsichtig komplett abgemacht, ist dann meist auch dicht, nur manchmal kommt ein Tröpfchen Blut, dann hilft ein kleines Pflaster und man kann die Sache vergessen.

    Außer, man ist ein Auslaufmodell. Ist mir ja schon mal passie

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    Träume helfen

    (21 x gelesen)
    Dez 02 2019

    Montag

    Am Freitag hab ich zum Schluss noch einen Fehler gemacht: Ich bin ins Taxi gestiegen. Hätte lieber hier bleiben sollen... Ich schreib auch noch über Fresse polieren und so. Und dann. Aber so richtig eine vor die Ömme gedröselt, von rechts und links. Ohne Maschine und ohne Paste. So, dass es mir im Humor-Modus mit Sicherheit einige Transistoren durchgeschmort hat. Alles schwarz da drin. Ich befürchte, dass da jetzt mehr schwarzer Humor kommt oder gar nur Sarkasmus. Hoffentlich lässt sich das reparieren. Andererseits ist sowas aber auch ernüchternd und lässt Hoffnungen und Träume platzen. Und neue Träume erwachen...

    Man ist versucht, eine einsame Insel ohne Rückflugticket anz

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    Schlägerei?

    (23 x gelesen)
    Nov 29 2019

    Freitag

     

    Gestern hat man mir mal so richtig die Fresse poliert. Ehrlich. Das war krass! Ohne Rücksicht auf mein Alter und all die anderen mildernden Umstände, die mittlerweile mein Leben prägen. Das Ungerechte daran: Sie war wesentlich jünger als ich. Und ja, es ist mit einer Frau passiert...

    Das kam so: Zahnarztbesuch, Parodontitis-Prophylaxe, Mund auf, Kontrollblick, etwas Zahnstein entfernt mit Ultraschall und dann ist es passiert. Mit einem klitzekleinen Poliergerät und Polierpaste - beim Autolack polieren sind die Maschinen viel größer - hat sie mir die ganzen Zähne poliert. Innen und außen, vorn und hinten, oben und unten, rechts und links. Das ganze Programm. Ich

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    Nov 27 2019

    Mittwoch

    Heute hat es mal wieder zwei intakte Nerven getroffen. Dafür wird der Shunt geschont, weil nicht so häufig in dieselben Stellen gestochen wird.

     

    Es ist im Leben fast nie etwas perfekt.  Manchmal kommt man sich vor wie am Grand Canyon. 6 bis 30km breit, bis 1800m tief, steile Wände. Da stehst du nun ziemlich verloren auf der einen Seite, schaust über die Schlucht und weißt, dass dort auch jemand steht und schaut. Aber du siehst nichts. Bei nur 6km könnte man mit einem guten Fernglas was erkennen, aber gefühlt ist die Entfernung mindestens 500km. Klar kannst du telefonieren, du kannst über Wottzäpp oder Feeßteim sogar auf dem Bildschirm leif alles vom Gegenüb

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    Bewegende Tatsachen

    (36 x gelesen)
    Nov 25 2019

    Montag

     

    Ein bewegtes Wochenende liegt hinter mir. Es liegt, weil es sich kaum mehr auf den Beinen halten konnte. War ziemlich krass. Weil Papa „endlich allein zu Haus“ ist, hat man (eigentlich frau und zwar meine) die Gelegenheit beim Schopfe ergriffen - alles „zum Wohle des Volkes“ natürlich (ich bin in diesem Fall das Volk) - ernsthaft über einen Hausnotruf nachzudenken. Und nicht nur das. Aus Gedanken werden Taten. Aus Taten werden Konsequenzen. Und aus Konsequenzen werden Tatsachen. Und ich muss damit leben. Mit allem, was damit zusammenhängt oder folgt. Nun ist diese Gedankenentwicklung ja gar nicht so schlecht (zum Wohle des Volkes) und bietet letztlich Sicherheit

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    Selbstverständliches

    (35 x gelesen)
    Nov 22 2019

    Freitag

    Taxi-Start 06:30 Uhr, Ankunft 06:50 Uhr, Blutdruck 143/77, UF-Rate 500 +500, Blutfluss 400ml/min, Dauer 5,5 Std., Angeschlossen 07:10 Uhr, Abschließen 12:40 Uhr, Abdrücken bis 13:05 Uhr, Taxi-Start 13:10 Uhr, Ankunft zuhause 13:30 Uhr. Ein 7-Stunden-Arbeitstag. Davon 40 Minuten Fahrzeit.

    Dialyse-Alltag. Bis auf einige Minuten hin oder her ist das immer so. Diese Regelmäßigkeit  wirkt sich angenehm positiv auf den Lebensrhythmus aus. Dialyse ist eine feste Größe in meinem Leben geworden. So, wie man es immer wieder liest: Der gesamte Lebensrhythmus ordnet sich um die Tatsache Dialyse. Ich kann behaupten, nach über einem Jahr hat sich so gut wie alles geordnet. Vieles i

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    Frühlingsgefühle

    (43 x gelesen)
    Nov 20 2019

    Mittwoch

    „Guten Morgen, mein Mäuschen.“ So begrüße ich heute meine Freundin beim ersten Kontakt. Und Mäuschen freut sich und ist glücklich und grüßt nett zurück. Dann werde ich angeschlossen...

    „Es ist neblig und kalt und bissl gefroren.“ „Das ist wie im echten Leben...“ - ein Auszug aus der  bitter-romantischen Liebesgeschichte „Angekommen“. Manchmal ist es eben, wie es ist. Das Leben ist oft so bitter-romantisch. Es könnte, aber... Neblig, undurchsichtig, kalt. Ein Glück, dass nach dem Winter ein Frühling kommt.

    Bei mir ist es grad wie Frühling, ohne Romantik, ganz real. Mein Zustand bessert sich. Der Blutdruck ist zwar wieder leicht erhöht, doch dafür ist die Nierenleist

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    Sprachbarrieren

    (49 x gelesen)
    Nov 18 2019

    Montag

     

    Mit der deutschen Sprache ist es nicht ganz einfach. Beim Schreiben muss man auf die Rechtschreibung achten. Klingt plausibel. Wenn man aber beim Sprechen auf die Rechtsprechung achtet, ist irgendwas verkehrt. Dann wird „Austern“ groß geschrieben, das Gegenteil davon, „intern“ aber klein. Der Damenslip ist männlich, die Männerunterhose dagegen weiblich. Bei „Mutter“ heißt die Mehrzahl „Mütter“ oder „Muttern“, je nachdem, ob Frau oder Gewindezeugs. Wie ist dann die Mehrzahl von „Butter“? Bütter oder Buttern? „Bring mal zwei Bütter aus’m ALDI mit...“? Da soll noch einer durchblicken. Kein Wunder, dass Ausländer so Probleme damit haben. I

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    real life

    (51 x gelesen)
    Nov 15 2019

    Freitag

     

    Gemeinsame Träume sind wie zwei Schmetterlinge, die - dem traurigen, einsamen Leben des Raupendaseins entflohen - nun gemeinsam fröhlich fliegen,  miteinander und umeinander kreisen, die wärmenden Sonnenstrahlen genießen, fast schwerelos mit ihren bunten, zarten Flügeln durch die laue Sommerluft auf und ab flattern und die herrlich duftende Blütenpracht der Wiese genießen. Ein Bild des Glückes und des Friedens.

    Ein einsamer Traum ist wie ein Bach. Er fließt immer in die selbe Richtung. Er fließt und fließt. Alles, was er mit sich trägt, verschwindet bachabwärts im Nichts und irgendwann, vielleicht in einem heißen, langen Sommer, wird er weniger, bis er ganz aus

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    Glas vs Fleisch

    (57 x gelesen)
    Nov 13 2019

    Mittwoch

     

    Es funktioniert nicht immer so ganz reibungslos. Ist halt auch jedesmal wieder ein Risiko. Den gläsernen Menschen gibt es zwar schon, aber der steht in Dresden im Deutschen Hygiene-Museum. Dort wäre es supereinfach, durch die Haut korrekt die Vene zu finden und die Nadeln richtig zu platzieren. Nur, wenn die Haut aus Glas wäre, ist nix mit stechen. Obwohl es nicht wirklich Glas ist, sondern die durchsichtige Plaste Cellon. Dresden ist außerdem viel zu weit weg. Hier wiederum kann man stechen, aber man kann nicht reingucken, weil meine Haut nicht aus Glas ist. Es ist halt nichts vollkommen. Vielleicht wird ja der blaue Fleck vollkommen...

    Gestern wieder kein Mittagss

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