Rechnen üben

Dienstag, 08.09.2026, 11:00 Uhr


Eine Straßenbahn steht an der Abfahrtstelle und es steigen dort 25 Leute ein. An der ersten Haltestelle steigen 12 aus und 17 ein. An der nächsten Haltestelle steigen 8 aus und 4 ein. Dann hält sie am Hauptbahnhof. Dort steigen 20 Leute aus und 32 ein. An der nächsten Haltestelle steigen 15 aus und 9 ein. Dann kommt sie zum Hauptmarkt, Zentralhaltestelle. Hier steigen 31 Leute aus und 46 ein. Weiter, an der nächsten Haltestelle, steigen 3 aus und 6 ein. Dann hält sie am Max-Weber-Platz. Dort steigen 41 Leute aus und 24 ein. Die letzte Haltestelle ist „Die Waldkurve“. Dort steigen alle Leute aus.

Nun meine Frage: „Wie oft hat die Straßenbahn gehalten?“ Ätsch! Ihr habt fleißig die Leute gezählt. Das wollte ich doch gar nicht wissen! Jaaa, hier im Text ist es leicht, jetzt nachzuzählen. Aber wenn du die Aufgabe erzählt bekommst, dann hast du hoffnungslos geloost!

Warum schreib ich solchen Unsinn?
Ich hab ´ne andere Rechenaufgabe für euch. Mitten aus dem realen Leben. Die erste war nur zum Üben.

Das große Thema „Restausscheidung“!
In meiner Patienten-Akte steht unter anderem die Trinkmenge und die Ausscheidungsmenge.
Getrunken in 24 Stunden: 3150 ml
Ausscheidung in 24 Stunden: 1850 ml
Nun meine Frage: „Wie oft habe ich getrunken?“ Ätsch!
Nein! „Wieviel Differenz ist das?“: 1,3 Liter.
(Nachgerechnet? Stimmt´s?)
Ich hab also noch 1,3 Liter im Körper, die meine Niere noch nicht verarbeitet hat.

Dann habe ich zum Frühstück 0,3 Liter Kaffee getrunken und bis jetzt, 10:30 Uhr, 0,5 Liter ausgeschieden.
1,3 + 0,30 = 1,6 - 0,5 = 0,9 Liter noch im Körper. Im Gegensatz zu heute Morgen um 05:00 Uhr bei 1,3 Liter.

Bei Wettrennen würde der Reporter begeistert rufen: „Ja, die Niere holt auf! In der Zielgeraden spurtet sie an der Trinkmenge vorbei! Unglaublich! Unglaublich! Und jetzt! Jaaaa! Sie hat tatsächlich als Erste das Zielband erreicht! Sieger! So phantastisch. So phänomenal! Ein Traumrennen von diesem Träumchen! … Wir schalten zurück ins Studio.“


Wieder im „Studio“:
Gestern Abend fiel mir doch glatt ein, dass Montag war! Montag! Und ich war nicht zur Dialyse, wie all die Jahre vorher!
Dann hab ich nur breit gegrinst. Auch Ätsch! Da muss ich nicht mehr hin. Nie mehr. Ich kann in Zukunft meine Montage, Mittwoche und Freitage so planen und gestalten, wie ich will. Oder ganz spontan ganz anders. Aber immer noch, wie ich will. Einfach, wie ich will und es mir gefällt, ohne Einschränkungen wegen Dialyse-Terminen.


Ist das geil oder ist das geil? 

Mein Frühstück gestern

Mein Mittagessen gestern

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