Morgen

Sonntag, 13.09.2026, 19:00 Uhr


„Einmal werden wir noch wach, heißa, dann ist Weihnachts Entlassungstag!“


Wenn´s dabei bleibt, wie es geplant ist. Das werden wir aber erst morgen Vormittag sehen.
Und bei mir, ob ich schon ganz alleine und ohne Probleme pinkeln kann. Katheter ziehen, Ultraschall, ob Blase dabei auch richtig leer wird, weil Restharn in der Blase bäh ist und das auch alles schmerzfrei geschieht.


Da hab ich morgen hier noch so viel zu tun, dann die Heimfahrt organisiert bekommen, zu Hause ankommen, aufatmen (vielleicht ganz ohne, oder nochmal mit einem dritten Katheter, dann wäre es eher ein Seufzen als ein Aufatmen), zur Ruhe kommen, erinnern, wo in der Wohnung was ist, besonders, wo das Klo ist und mein „Alwin“.


Und dann beginnt das neue Leben!
Zum ersten Mal wieder zu Hause!

Da fällt mir der Film ein: „Kevin allein zuhaus“
(https://www.youtube.com/watch?v=B472wbZoA4Y)


Mittwoch und Freitag sind wir alle dann schon wieder hier zur Kontrolle in der NTX-Ambulanz. Dort kennt man mich schon von etlichen Dialyse-Zwischenuntersuchungen. Acht Jahre verschwinden nicht spurlos im Nirvana.
Das ist fast wie ein bisschen Dialyse-Rhythmus. Montag, Mittwoch, Freitag.


Und weil das alles morgen so ist, wie es ist, kommt der Beitrag für morgen schon heute.
Aber keine Bange, ganz sicher kommt der nächste Beitrag schon morgen Abend. 


Ihr kennt mich doch.



Wacht ein Patient nach der OP in einem hellen Raum auf und sieht einen Mann mit langem Bart neben dem Bett stehen. Erschrocken fragt er: „Herr Doktor, sie haben ja einen Bart! Hat die OP sooo lange gedauert?“ „Nein“, meint der, „nicht sehr lange, den Bart habe ich schon immer. Ich bin Petrus.“

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