Mach dir einen Plan

Montag, 14.09.2026,11:00 Uhr


…und sei ein großer Wicht
und mach dir einen zweiten,
geh´n tun sie beide nicht.

Ein Spruch von Dr. Theo Lehmann, ostdeutscher Jugendpastor aus Chemnitz, dem ehemaligen Karl-Marx-Stadt.


Für mich bedeutet das Folgendes:
Plan 1 war:
Nachdem der erste Katheter raus war, kann ich wieder alleine, alles wird gut und ich darf Montag, als heute nach Hause.
war wohl nix, denn die Prostata hat sich quer gestellt und die Harnröhre abgeklemmt. (Ich hatte schon davon berichtet.)

Plan 2 war:
Der Katheter kommt heute Morgen raus, es wird nachgeschaut, ob es diesmal funktioniert, dann Entlassung.

Plan 3 ist:
Gut dass man mehrere Pläne machen kann. Wieviele noch kommen, weiß ich nicht, aber ich hoffe, dass dieser dritte der letzte ist.
Nachdem vorhin der Katheter gezogen wurde, muss ich nun warten, bis sich die Blase langsam füllt. Pro Stunde produziert Daisy etwa 100 ml. In zwei Stunden sehen wir Ergebnisse. Irgendwann danach Ultraschall, ob da auch innen drinnen alles mit rechten Dingen zugeht.
Wie lange ich dann noch zur Kontrolle bleiben muss, ist noch ungewiss. Einer der Ärzte meinte, es wäre durchaus sinnvoll, den Aufenthalt bis Mittwoch zu verlängern, dann bräuchte ich erst am Freitag zur ersten Nachkontrolle.


Also ist von heute bis Mittwoch alles möglich. Nur gut, dass mir das nichts ausmacht. Hier werde ich rund um die Uhr bestens versorgt, Daheim muss ich alles selber machen.

Nun sitze ich hier so rum, schreib meinen neuen Beitrag und warte darauf, was meine Blase nachher sagt. Ich hoffe ja stark, sie benimmt sich.

Damit die Prostata freiwillig den Platz zurück gibt, den der Harnleiter rechtmäßig für sich beansprucht, habe ich einen „Prostata-Weichmacher“ bekommen, damit der Harnleiter in diesem Kampf die Oberhand gewinnt.


Es läuft also gerade Runde zwei…
(Links ist der Harnleiter.)

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