Sonntag, 13.09.2026, 11:00 Uhr
Gestern und heute Morgen...
( Nur mal so, damit da keine Irrtümer entstehen. „gestern“ ist der Tag ganz knapp vor Heute. Und „Morgen“ darf man nicht verwechseln mit „morgen“. „Morgen (der Morgen) ist der Teil desselben Tages, der gleich anschließend an die vorausgegangene Nacht folgt, aber „morgen“ ist der Tag, der unmittelbar auf den heutigen Tag folgt.)
Also: Gestern und heute Morgen war der Kaffee in einem Zustand, dass er erst im Bauch so richtig warm wurde. Hat fast wie kalter Kaffe geschmeckt. Da war ja der "Kleine Eiskaffe" für 5,50 Euro in der Eisdiele um die Ecke fast noch wärmer.
Doch das ist hier bei der Verpflegung der einzige Mangel gewesen. Schön ist auch, dass das Essen, wie bei der Dialyse, ans Bett gebracht wird. Nur ist es nicht fertig geschmiert, das muss man selber machen.
Und weil wir gerade dabei sind: Die ganze Betreuung und Versorgung auf dieser Station 2.2 „Nephrologie/Nierentransplantation“ ist hervorragend. Angefangen beim Fußbodenkosmetiker-Team über das Pflegepersonal bis hoch zu den Ärzten (beiden Geschlechts). Freundlich, nett, hilfsbereit, kompetent. Alle wissen, was sie warum tun müssen. Und das tun sie dann auch.
Blasen-Training. Schlauch zu, warten bis sich Druck in der Blase aufbaut und leichter Schmerz zu spüren ist, dann „Wasser marsch!“.
Morgen (Hier wird´s groß geschrieben, weil es am Satzanfang steht.) soll das Ding dann wieder raus. Nun weiß ich ja, wie sich das anfühlt…
Dann wird geschaut mit meinen Empfindungen, ob und wie es wieder brennt, ob ich mich leicht und ohne Schmerz erleichtern kann. Und auch mit Ultraschall wird nachgeschaut, ob sich die Blase vollständig entleert.
Sollte das ganz ohne Probleme funktionieren und keine Komplikationen auftreten, ist noch morgen Nachmittag die Entlassung. Ansonsten noch ein-zwei Tage den Aufenthalt hier genießen, oder ein dritter Katheter für zuhause.
Das Zittern war heute zum Frühstück nur halb so schlimm, wie gestern. Ich musste zwar die Kaffeetasse mit beiden Händen halten, doch das Messer fand zielsicher in Butter, Marmelade und Käse. Es muss ja mal aufwärts gehen!
„Wenigstens, geht es aufwärts.“ sagte die Maus, die von der Katze im Maul die Treppe hochgetragen wurde.
Aber wisst ihr was? Ich fühle mich hier wie ein alter, 72-jähriger Mann. Ist vielleicht nichts außergewöhnliches bei dem Geburtsjahr, auch wenn es schon im letzten Jahrhundert war, von 1954. Oder?
Was ist der Unterschied zwischen einem Pessimisten und einem Optimisten?
Der Pessimist sieht schon vorher, dass es nicht geht,
der Optimist sieht es erst hinterher.
Was haben beide gemeinsam?: imist.