Ich muss da mal...

…was klarstellen.

Freitag, 25.09.2026, 16:00 Uhr


Es geht um das Phosphat. Für Dialytiker ein heißes Thema, für Transplantierte nicht ganz so heiß, aber trotzdem wissenswert.

Ich hab neulich (oder war´s schon überneulich?) irgendwo im Tagebuch berichtet, dass künstliches Phosphat (als Lebensmittel-Zusatzstoff, z.B. Phosphat-Salze) am schlechtesten vom Körper aufgenommen wird.

Das stimmt so nicht!

Im Gegenteil: Da es nicht an irgendwelche organische Moleküle gebunden ist, ist die Bioverfügbarkeit sehr hoch, oft noch höher als tierisches Phosphat, weil der Körper keine Enzyme braucht, um sie aufzuspalten. Deshalb sagt man den Dialytikern: keinen Schmelzkäse, wenig Wurst usw. Weil man mit dem wenigen künstlichen Phosphat viel Schaden anrichten kann, den dann die Dialyse-Maschine wieder ausbügeln muss.

Also hier schielt die Eule. Nicht, weil es schlechter aufgenommen wird, muss man viel davon essen, sondern weil es sehr gut aufgenommen wird, darf man als Dialytiker nur wenig davon essen und muss als Transplantierter aufpassen, dass man es nicht übertreibt.

Tierisches Phosphat wird ebenfalls gut aufgenommen, weil die Enzyme zur Spaltung gleich oder ähnlich sind wie beim Menschen. Der kennt die schon und meint: „Okay, das packen wir.“
Das pflanzliche Phosphat hingegen hat kein Enzym wie der Mensch und hier muss der Körper echt schuften, um wenigstens ein Bisschen davon abzukriegen. Aber immerhin ein Bisschen.


Nicht, dass mir mal die Ärzte auf´s Dach steigen, wenn ich Unsinn schreibe!
Die lesen nämlich hier auch mit…!


Gut, ich schreib schon oft Unsinn, aber der interessiert sie weniger.

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