Es ist Sonntag....

Sonntag, 20.09.2026, 16:00 Uhr


… es ist 16:00 Uhr, draußen regnet es, drin ist es schön warm, das Essen schmeckt, die Zufuhr funktioniert, die Abfuhr auch, beidseitig.
Das Leben ist schön.


Grad hab ich meinen ausgiebigen Mittagsschlaf beendet und nun wird es Zeit, wieder was von mir hören zu lassen.
Daisy ist nach wie vor sehr fleißig. 2,3 Liter in 24 Stunden bei 2,1 Liter Zufuhr. Mehr war wohl nicht drin.

„Schwester, haben Sie dem Patienten schon Blut abgenommen?“
„Ja, Herr Doktor, sieben Liter. Mehr war nicht drin.“


Es ist schon eine ganz schöne Umstellung von Vorher zu Nachher. Es entsteht ein völlig neuer Tagesrhythmus.
Mir fällt das schon jedesmal bei den Mahlzeiten auf. „Früher“ musste ich zu jeder Mahlzeit mindesten 5 Phosphat-Hemmer nehmen, damit mein Phosphat-Spiegel einigermaßen stabil blieb. Ich kann den Rest nun entsorgen.

Ich habe den Phosphat-Hemmer gegen Schmelzkäse eingetauscht. Ohne Mengenbegrenzung. In nur zwei Tagen habe ich eine ganze Badewanne voll davon verdrückt! 200 Gramm! Dazu noch zwei Käse-Ecken zu je 31 Gramm. 


Bei Überbackenem mit Käse hieß es immer: „Mach nicht zu viel drauf!“ Heute Mittag beim Kartoffel-Leberkäs-Auflauf dachte ich: „Komm, mach noch ne Hand voll drauf!“ Ohne nie nicht nur ein klitzeklein bisschen schlechtes Gewissen nicht mal auch nur ansatzweise gehabt zu haben. Herrlich, diese dicke, knusprige Käseschicht! Aber Alwin macht auch perfekt sein Ding dabei. Den muss ich an dieser Stelle auch mal loben.


Die Umstellung betrifft auch das nächtliche „Raus müssen“. Von 23 Uhr bis 05 Uhr, also bei 6 Stunden Schlaf, ganze fünf mal! Ich kann mich die letzten 6 - 7 Jahre nicht erinnern, dass ich da überhaupt mal nachts raus musste. Jetzt? Jede Nacht fast jede Stunde!


Morgen ist wieder Nachkontrolle in der Klinik. Mal sehen, wie dann mein Medikations-Plan aussieht. Gestern schon hatte ich statt täglich 8 Prograf nur noch 7. Und was soll ich sagen? Das Zittern war heute Morgen doch schon weniger. Allerdings, wenn ihr gesehen hättet, wie ich meine Brötchen geschnitten habe - euch wären die Funken von den Augen geflogen! Aber ich habe hinterher nachgezählt. Alle Finger waren noch dran. Ich hätte niemals gedacht, dass man sooo zittern kann. Die medizinische Bezeichnung ist: „Tremor manus inducitus a tacrolimuso“. Tacrolimusbedingtes Zittern der Hände.

Als ich gestern drüben in der Apotheke warten musste und am Tresen stand, bemerkte die Pharmacopola dieses Zittern und ich meinte nur: „Ich mach nur grad einen Heroin-Entzug.“ Herrlich, dieses Gesicht…!


So, jetzt noch die Bilder drunter, abspeichern und ab in den Äther!

Und dann gibt es Kaffeetrinken!


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