Samstag, 03.10.2026, 18:00 Uhr
So lange könnt ihr es doch nicht aushalten! Ihr fiebert doch schon seit Vorgestern auf den nächsten Beitrag.
Hatte ich erwähnt, dass mir am Mittwoch vom oberen, linken Backenzahn ein Stück abgebrochen ist? Echt! Das ist der Nachbar von dem vor kurzem heraus operierten Zahn. Vielleicht hat der jetzt damals was abbekommen bei dem Gewühle und Gedrücke und Geziehe und Zertrümmern. Wie bei einem Bombenanschlag beim Nachbar, da sieht danach deine Fassade auch nicht mehr wie neu aus. Denn beim „Dextro-Energen“ beißen, darf ein gesunder Zahn nicht den Geist aufgeben.
Der (Nephro-)Arzt hat meine Vermutung bestätigt: Wir lassen noch einige Zeit ins Land gehen (oder auch anderswohin) und warten mit dem Zahnarzt, solange der Steinbruch keine Probleme macht. Denn jetzt, vier Wochen nach der OP schon auf dem Zahnarzt-Stuhl sitzen, ist auch nicht das Gesündeste:
„Tja, das Leben hat nicht nur schlechte Seiten, es hat auch…“ Nein, diesen Satz will ich nie mehr benutzen! Mein Leben besteht nur noch aus guten Seiten und Vorteilen. Das habe ich in diesen vier Wochen nach der OP schon so oft erleben dürfen. Alles andere wäre pure Undankbarkeit. Der Zahn gehört da jetzt eben mit dazu.
„Und sonst so?“
„Ja, es geht so.“
„Und was machste so?“
„Naja, so jeden Tag genießen.“
Mich freuen, dass es mir so gut geht, viel mit Alwin beschäftigen, das, was er produziert hat, mit Genuss essen, an meinem Zimmer-Umbau basteln, heute mit Schlagbohrmaschine in der Küche einen Desinfektions-Spender an die Wand genagelt (Ja, ich weiß, dass Heute „Tag der Deutschen Einheit“ ist! Es waren nur drei 6-er Löcher.). Und fast das Wichtigste, was seit der Ankunft am 02.09. in der Klinik schon das absolute Heileit war: Messen, wieviel ich jeden Tag pinkel. Und das dann ins Verhältnis setzen mit dem, was ich an diesem Tag getrunken habe.
Jetzt, vor dem Schreiben war ich 30 Minuten draußen Spazieren (oder wie man im Vogtland oft sagt: „Spatzen rasieren“), 1,4 km. Ohne Pause, einfach durchspatzrasiert. Letzten Sonntag, beim ersten Spaziergang musste ich bei 1,2 km noch 2 Pausen einlegen. Es wird also zunehmend besser,
Nur der Tremor will einfach nicht aufhören. Es ist, als ob der mich extra necken will! Na, vielleicht muss das ganze aggressive Prograf erst mal richtig aus dem Körper raus. Zumindest ist beim Bohren wenigstens der 6-er nicht abgebrochen wegen dem Zittern. Und beim Zucker in den Tee geht inzwischen auch alles in die Tasse und nicht mehr daneben. Die Hoffnung bleibt also.