Sep 28 2020

    Montag

     

    Von aktuell 7500 Patienten in 2020, die auf eine Niere warten, bin ich einer davon. In den ersten 4 Monaten gab es 915 Neu-Registrierungen. Aber nur 641 Transplantationen. Das sieht nicht unbedingt rosig aus. Also Geduld und Warten...

     

    Man kann sich ja an vieles gewöhnen. An Nierenversagen allgemein, an die totale Lebensumstellung, die damit verbunden ist, an die Belastung, die auch Ehe und Familie betrifft, an zwei dicke Nadeln im Arm, an eine „18-Stunden-Arbeitswoche“ in der Klinik, an die ganze Notwendigkeit, fast Teil dieser Klinik zu sein, an Essen- und Trinken-Einschränkungen, an eingeschränkte Reisefreiheit, an Müdigkeit (und Mordshunger) nach der

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    Alles gut

    (15 x gelesen)
    Sep 25 2020

    Freitag

     

    Ich wurde gefragt, ob das beim Stechen nicht weh tut. Nein, tut es nicht. An diesen Stellen sind kaum mehr Nerven intakt. Ich spüre es wohl, aber es ist schmerzlos. Nur wenn die Nadel nicht genau geführt wird, ist es so, als „schrammt“ sie an der Wand entlang. Wieder richtig geführt, ist das Gefühl weg. Darum ist es ja besser, sich selbst zu stechen, weil die Schwester zwar stechen aber den Schmerz nicht spüren kann, wenn die Nadel daneben geht.

    Heute lag ich daneben. Das Einstichloch war so gut verwachsen und kaum zu sehen, dass ich glatt 1/2 Millimeter daneben lag. Nur knapp daneben zwar, aber doch daneben. Nochmal raus, neu rein - und zack, drin! Die zweite wieder

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    Jetzt!

    (16 x gelesen)
    Sep 23 2020

    Mittwoch

     

    Heute habe ich einen zweiten Beschwerdebrief an das Taxi-Unternehmen verfasst. Langsam ist es genug! Diese ständige Zuspätkommerei nervt nicht nur, wenn man über 30 Minuten an der Haustür wartet. Nein, es geht auch auf Kosten der Gesundheit. Dadurch bin ich über 30 Minuten zu spät in der Klinik. Das ist, ohne dass man das möchte, mit Stress verbunden. Und dann soll man sich so abgehetzt zwei Nadeln mit möglichst ruhiger Hand in den Arm stechen und die Knopflöcher exakt treffen. Außerdem muss deshalb die Dialysezeit um 30 - 45 Minuten verkürzt werden, weil ja mein Bett für den Patienten nach mir in der Spätschicht wieder pünktlich gebraucht wird. Heißt, 45

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    Gaaanz ruhig!

    (11 x gelesen)
    Sep 21 2020

    Montag

     

    Es ist erwiesen, dass die Nadeln besser ins Knopfloch flutschen, wenn man die Tage vorher intensiv cremt. Die Haut ist weicher und geschmeidiger. Das Cremen hab ich gestern etwas vernachlässigt - im Garten war das nicht so möglich - und ich musste heute ziemlich drücken und drehen, um sie zu platzieren. Zugute kam mir dabei, dass ich mittlerweile Richtung und Winkel einigermaßen „im Griff“ habe, so konnte ich auch beherzter zustechen ohne zu zweifeln, ob ich nicht etwa daneben liege und nochmal neu ansetzen müsste. Ja, es stimmt schon, was andere sagen: „Wer sich einmal selber sticht, lässt keine Schwester mehr ran.“ Oder mehr im Reim: „Wer einmal sticht, d

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    Lustig oder nicht?

    (19 x gelesen)
    Sep 18 2020

    Freitag

     

    Das Taxi-Unternehmen übt sich heute als Bundesbahn. „Wir sind im Ver-Zug.“ meinte die Disponentin, als ich nach 20 Minuten noch immer an der Haustür stand. 18 Minuten später war das Taxi dann endlich da.

    War irgendwie lustig, wie die Schwestern im Flur Spalier stehen, auf mich warten und alle Patienten schon da und angeschlossen sind, aber du eigentlich der Erste wärst. Heute bin ich also der Letzte, der Allerletzte.

    Es gibt eben Situationen, da komm selbst ich aus dem Staunen nicht heraus und mir fehlen glatt die Worte. (Letzteres kommt so gut wie nie vor in meinem Leben.) Neulich fragt mich doch im Vorbeigehen der neue FSJ-ler Tomas* „Herr Klob, hamm Sie was

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    In eigener Sache

    (20 x gelesen)
    Sep 16 2020

    Mittwoch

     

    Die Nadeln sind spitze! Obwohl sie stumpf sind. Beide waren wieder hervorragend hineinragend. Mittlerweile hab ich wohl die „Navi-Daten“ der Einstich-Richtung und -Höhe richtig im Griff, so dass sich die Nadeln nicht mehr verfahren. Und ich halte den Shunt ständig mit guter Hautcreme feucht und geschmeidig. Wenn ich die Nadel ansetze und sie leicht drücke, geht sie dadurch ganz leicht rein. Dann noch etwas drehen und drücken - und schon kommt das Blut. Wenn das in Zukunft immer so funktioniert, bin ich zufrieden.

    Heute sind hier wieder „Erzähl-Orgien“. Dagegen hilft Mozart pur. Ich liebe meine Kopfhörer, die das Draußen so wirkungsvoll abschirmen. Aber das nu

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    Sep 14 2020

    Montag

     

    Kaum zu glauben! Die beiden Nadeln gingen heute so einwandfrei leicht und problemlos rein, dass ich mich selbst gewundert hab. Und die Schwester auch. Bin stolz auf mich.

     

    „Es gibt kein günstiges Alter für das Glück. Das beste Alter für das Glücklichsein ist jetzt.“ Ein Spruch, der heute aus dem Taxi-Radio gerieselt ist.

    Nicht nur heute, sondern konkret jetzt, genau in dem Moment, wo der Rest des Lebens beginnt, ist es möglich, glücklich zu sein. Es ist eine Sache der inneren Einstellung. Klar gibt es Tage oder Momente oder Situationen, wo man eher ausreißen oder sich vergraben möchte und wo der Frust sich in den Vordergrund drängt. Da kann dann jemand

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    Wird schon...

    (109 x gelesen)
    Sep 11 2020

    Freitag

     

    Gestern Gartentag. Holz spalten. Das hat wieder Kalorien verbrannt. Wer braucht schon ne Muckibude, wenn er ’nen Garten hat? Ausarbeitung pur. Und Erholung pur. Beides, ohne dass das ein Widerspruch ist.

    Die Nadeln heut Morgen? Nicht so perfekt. Die untere spinnt wieder ein wenig mit dem Druck. Sitzt wohl nicht richtig. Die obere ist wieder eine spitze, von der Schwester gestochen. Das Problem? Es kommt darauf an, die Nadeln genau in die richtige Richtung und im richtigen Winkel zu stechen. Als Kfz-Mechaniker war das noch relativ einfach. Beim Glühkerzenwechsel am 5-Zylinder Passat zum Beispiel. Hätte man sehen wollen, wo man die aus- und einschrauben muss, hätte

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    Sep 09 2020

    Mittwoch

     

    Beide Nadeln hervorragend „hineinragend“. Auch wenn es etwas länger gedauert hat, ehe ich durch die obere Hautschicht durch war. Aber was soll‘s, ich hab ja Zeit. Blutdruck dabei: 161/84, normal also.

    Die Blutwerte vom Montag noch: Kalium 4,54, HB 11,4. Werte, mit denen ich zufrieden bin.

    Beim Taxi am Montag war es wohl wie in meinem Garten beim Fallobst. Als es auch am Mittag „Logistik-Probleme“ gab, meinte eine Fahrerin „Heute ist wieder mal total der Wurm drin.“ Im Garten kommen die wurmigen Äpfel auf den Kompost. Was machen wir mit dem Taxiunternehmen?

    War nicht vor gefühlten 2 - 3 Tagen erst Rentenauszahlung? Und da ist heute schon wieder der 9. Man

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    Zufrieden

    (110 x gelesen)
    Sep 07 2020

    Montag

     

    Untere Nadel hervorragend. Obwohl, es müsste ja eher „hineinragend“ heißen. Problemlos ganz drin. Obere Nadel weniger hineinragend. Nur bis zur Hälfte. Radikal-Maßnahme „spitze Nadel“. Passt. Ich gräm mich da auch nicht mehr. Ist halt so.

    Wochenende? Garten. Mit meinem Sohn. (Mit dem, nicht mit dem anderen.) Chillen. Samstag Abend herrliches Lagerfeuer. Sonntag Morgen ziemlich kühl - und nichts zum Frühstück da. 08:48 Uhr Abfahrt, 10:45 Uhr gechilltes Frühstück in Frankfurt. (Mein Sohn musste dann von dort weiter in den Süden.) 13:48 Uhr wieder im Garten. Das Frühstück war so gut, ich hab erst am Abend zuhause wieder was gebraucht.

    Taxi heute Morgen? 20 min spät

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