Juni 12 2019

Mittwoch

Heute ist wieder mal so ein Tag. Der war schon öfters, aber niemand hat es bemerkt. Ich sitze hier, bin schon mit Daisy verbunden, warte auf meine Brötchen - und weiß nicht, was ich - zuerst schreiben soll.

Aber keine Bange, es werden heute nicht mehr als zwölf DIN-A4-Seiten. 

Zuerst: Ich hab Daisy wieder! Bin wieder an meinem Platz auf meinem bequemen Bett. Am Montag hatte ich nur nebenbei gefragt, wann ich da wieder zurück komme, weil das Bett da bequemer ist. Und Zack, heute ist es erledigt. Die Schwestern haben „umgestellt“. „Ja“, meinte die Schwester, „das Wohl unserer Patienten liegt uns sehr am Herzen.“ Ich hatte früher hier schon erwähnt, dass man das täglich sieht und spürt. Und es bestätigt sich eben immer wieder.

Hab ich doch am Montag über Medikamente geschrieben. Heute gehen wir tiefer in die Materie: Ich zitiere aus dem Buch „The Master Key System“ von Charles F. Haanel, Goldmann-Verlag, ISBN-10: 3442220017, ISBN-13: 978-3442220014.

Alle Lebensvorgänge beruhen letztlich auf zwei verschiedenen Prozessen: einmal dem Sammeln und Auswerten von Nährstoffen, die zum Aufbau der Zellen gebraucht werden, dann dem Abbau und Beseitigen von Abfallstoffen. Aufbau und Abbau. Nahrung, Luft und Wasser ist alles, was zum Aufbau der Zellen notwendig ist. Die Ursache aller Krankheiten wurzelt im Abbau-Prozess. Schlackestoffe sammeln sich im Gewebe, es kommt zur Autointoxikation, der Körper vergiftet sich selbst. Das kann einzelne Organe oder den gesamten Körper betreffen. Furcht, Sorge, Angst, Eifersucht, Abneigung und andere Formen der Negativität schädigen das Nervensystem und stören die Arbeit des Drüsensystems, welches für den Abtransport der Schadstoffe zuständig ist.

Sollte also unsere Gesundheit zu wünschen übrig lassen, sollten wir daher unser Denken überprüfen. Jeder Gedanke ist ein Same, der ins Unterbewusstsein fällt. Wenn diese Gedanken Krankheit und andere negative Dinge enthalten, wird Krankheit die Ernte sein. Wenn wir uns allerdings ein Bild der Vollkommenheit, Gesundheit und des Wohlergehen’s schaffen, können wir mit dieser Methode unseren körperlichen Zustand zum Besseren beeinflussen, da immer der Geist den Körper beeinflusst, nie umgekehrt.

Der Körper ist immer bestrebt, sich zu heilen. Ein Knochenbruch heilt ganz von allein. Der Arzt kann lediglich die Bruchstücke richten, aber zusammenwachsen wird er ohne das Zutun des Arztes. Genauso ist es mit anderen Krankheiten und den vielen sogenannten „Befindlichkeiten“, mit denen sich ein zivilisierter Mensch so herumschlägt. Ändere deine Gedanken und deine Einstellung zu dem bestimmten Zustand, dann ändert sich auch der Zustand.

So einfach? So einfach! Aber... Das Denken in eine bestimmte Richtung zu lenken, wenn der Körper und die Umstände etwas ganz anderes sagen, ist eine der schwersten Arbeiten, die es im Leben gibt. Viele geben mittendrin auf oder beginnen gar nicht erst damit, mit der Begründung: „Siehste, es ist halt mal so, wie es ist, die Tatsachen sprechen deutlich dagegen. Das funktioniert bei mir eben nicht.“ Und dann glaubt man nur das, was man sieht - oder eben spürt.

Ich weiß, dieses Thema wirft noch viele Fragen auf. Ich hab das heute nur mal angerissen. Die Wissenschaft der Gehirnforschung ist äußerst interessant und umfangreich. Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Als Taschenbuch: 10 Euro. Lebenswert: unbezahlbar.

Gestern habe ich etwas Erfreuliches feststellen können und ich hab darüber Bauklötze gestaunt. Ich glaub, die liegen da noch überall rum, die Bauklötze.. Ich war seit längerem mal wieder spazieren, meine übliche Strecke. Und ich bin den Berg hoch, wie noch nie seit Dialyse-Beginn. Schneller als sonst, nicht mehr außer Atem, oben haben die Beine noch gehorcht, ich musste mich nicht so lange ausruhen, ich hätte noch weiter laufen können. Unglaublich. Und ich konnte feststellen, dass auch meine Beweglichkeit zunimmt, in dem Maße, wie die Gelenkschmerzen abnehmen. Ich kann mich besser und schmerzärmer bewegen. Bücken zum Beispiel. Ich bin tagsüber nicht mehr so geschafft und müde. Klar, ich schlafe nachmittags nach der Dialyse auch mal drei bis vier Stunden am Stück, aber es ist nicht mehr zu vergleichen mit dem Zustand vor ein/zwei Wochen. Ergebnisse der neuerlichen Fünf-Stunden-Dialyse? Es ist anzunehmen. 

Und da ich ein Mensch bin, der bewusst positive Gedanken haben möchte, auch, was das Nierenversagen betrifft, werden wir sehen, wie sich das noch entwickelt.

 

(Ich hab mein Versprechen gehalten: nicht mehr als zwölf DIN-A4-Seiten. Sogar viel weniger.)

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