Juni 05 2019

Mittwoch

 

Heute ist wieder mal so ein Tag. Der war schon öfters, aber niemand hat es bemerkt. Ich sitze hier, bin schon mit Daisy verbunden, warte auf meine Brötchen - und weiß nicht, was ich schreiben soll.

Vielleicht über die Hitze der letzten Tage? Gestern zum Beispiel hatten wir über 60 Grad! Vormittags 30 und nachmittags 32. Das nervt. Zum Glück hab ich ne kühle Wohnung. Draußen an der Hauswand 39, drinnen 27. In der unteren Etage 24. Interessiert das jemand hier...? 

Am Montag hatte das die Auswirkung, dass ich wieder den ganzen Nachmittag verschlafen hab. Kann ich mir leisten. Dialysepatient, schwerbehindert, Rentner. Dreifach abgesichert. Und nebenbei als Webmaster das Taschengeld, ähm die Rente, etwas aufbessern, weil mit der Rente am Ende des Geldes immer noch ein paar Tage übrig sind. Mit der heutigen Wetterlage wird sich der Nachmittag wohl wieder ähnlich gestalten.

 

Es ist schon erstaunlich. Wenn ich zuhause am Morgen nicht gleich zum Frühstücken komme und ein, zwei Stunden warte, habe ich keine Probleme damit. Manchmal geh ich vorher noch zwei Kilometer spazieren. An Dia-Tagen steh ich halb sieben auf, bin halb acht hier, werde angedockt - und habe einen unbarmherzig mörderischen Hunger. Ich könnte die Schwester anknabbern. Das passiert mit zuhause nie. Nicht nur, weil ich dort keine Schwester hab... Auch mit der Menge des Verdrückten hatte ich ja schon mal erwähnt. Hier sind 5 Brötchen das Limit, daheim bin ich mit der Hälfte oder weniger zufrieden. Dialyse macht hungrig. Genau so am Mittag. Heim, essen! Möglichst ohne Zwischenfälle.

Jetzt! 08:03 Uhr. Das erste Brötchen! Der erste Bissen! Köstlich! Kaffee kommt noch.

 

Seit zwei Tagen ist der Blutfluss, also die Menge Blut, die pro Minute zu Daisy und wieder zurück fließt, 400 statt wie bisher 300 oder 350. 400 mal 60 mal 5. 120 Liter insgesamt. (Ich hatte den Taschenrechner.) Bei ca 7 Liter Blut im Körper ist das fast wie Karussell fahren. Daisy fährt da voll drauf ab. Der Vorteil der Menge und der Zeit: saubereres Blut. Vielleicht sogar noch sauberereres... 

 

Okay, nun hab ich ja doch noch was gefunden, damit heute die Seite nicht leer bleibt. Ist schließlich schon der 106. Beitrag.

Mein Sohn mit dem kinoticket-blog.de hat es da einfacher. Er geht zu einer Kino-Pressevorführung, guckt den Film und schreibt danach drüber. Mehrmals die Woche. Ca. 1000 Filme pro Jahr. Manchmal trifft er da auch ziemlich nette Leute, Schauspieler, Regisseure, Produzenten. Neulich Will Smith zum Beispiel. Da kann man dann schon was schreiben. Ich treffe nicht so viele berühmte Menschen. Gut, manche Schauspieler schon, aber die sind nicht so berühmt. Drum fällt es mir auch manchmal schwerererer, was Vernünftiges zu iPad zu bringen.

 

Verzeiht mir.

(444 Worte, wow!)

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