Apr 03 2019

Heute ist Mittwoch. Der einzige in dieser Woche.

Da wollte ich über Knochen und Muskeln schreiben.

Warum?

Ich erklär es euch.

Aber vorher muss ich noch die (relativ) neue Schwester erwähnen, die meine Sticht, ähm Haut, gestochen hat. Es war ihr erster Versuch bei mir. Und da die obere Stelle gar nicht so einfach zu finden ist bei mir, weil der Shunt da noch zart ist, war das keine leichte Aufgabe. Da haben schon andere Schwestern daneben gestochen und mir einen Picasso-Arm beschert... Doch „die Neue“, Julianne(*), hat das (beim zweiten Versuch) hervorragend gemeistert. Das ist nun eine von den hervorragenden Super-Power-Flower-Schwestern. Mein Blutdruck danach: 138/71. Beweis genug?

Und weil wir grad beim Thema sind: Dass meine Lebensgeister wiederkommen, liegt wohl mit daran, dass seit letzter Woche der HB-Wert von 10,7 auf 11,4 angestiegen ist. Ich komm langsam aus dem Keller, bin schon auf der Treppe nach oben. Doping ist tatsächlich erfolgreich. Radsportler wissen das schon lange.

 

Zurück zu den Knochen und Muskeln.

Der Grund war mein Wochenende. Samstag war Gartentag. Bei dem Wetter wäre es ja auch fast eine Sünde gewesen, wenn es nicht so gewesen wäre. Von 11 bis 6 war ich dort. Sieben Stunden. Mindestens vier davon habe ich gearbeitet. Das erste Mal wieder in dieser Art seit letztem Jahr. Beet hacken, Unkraut stechen, Wiese rechen, Maulwurfshügel ebnen, Hecke stutzen und und und. Runtergekommen bin ich immer leichter als hoch. Muss an der Erdanziehung gelegen haben. Hab dann auch meinen Rücken immer deutlicher gespürt. Natürlich gab es auch Erholungspausen dazwischen. Bin ja 65 und möchte gelassen bleiben. Garten soll doch Spaß machen.

Aber dann der Sonntag! Da habe ich, wie man so schön sagt, alle Knochen gespürt! Und da stellte sich mir die Frage: „Wieviele Knochen hab ich denn eigentlich, die ich spüren kann?“ Dann kam die Recherche. Ihr erinnert euch: Haut, Muskeln, Knochen.

Zitat aus „wissen.de“: „Ein erwachsener Mensch hat insgesamt 206 Knochen. Allein der menschliche Schädel beheimatet 22 Knochen... Der kleinste menschliche Knochen ist der so genannte Steigbügel im Mittelohr. Er ist nur etwa 3 Millimeter lang und hat ein Gewicht von 3 Milligramm. Der größte Knochen im menschlichen Körper ist der Oberschenkelknochen. Je nach Größe hat er eine Länge von durchschnittlich 46 Zentimetern und kann ein Gewicht von 1,65 Tonnen (!) tragen.“ Zitat-Ende.

Also haben mir 204 Knochen weh getan. Kein Wunder, dass ich mich Sonntag kaum bewegen konnte. 204. Ich gehe davon aus, dass die beiden Mittelohr-Knochen nicht mit geschmerzt haben. Die hab ich beim Jäten nicht gebraucht. Und der Oberschenkelknochen hat auch weniger tragen müssen. Der volle Unkraut-Eimer hatte immer deutlich weniger als 1,65 Tonnen, inklusive Henkel.

Aber da waren auch - und sind immer noch - die Muskeln. Insgesamt 656 hat ein Mensch. (Ein Pferd übrigens hat etwa 250 Knochen und 520 Muskeln.) Davon haben mir auch mindestens 650 geschmerzt. Ich habe zusätzlich das Problem, dass ich mich in der Vergangenheit zu wenig bewegt habe. Liegt an meinem PC-Beruf und an meiner Faulheit. Naja, eigentlich bin ich ja nicht faul, sondern nur bewegungssparsam. Geiz ist geil! Doch bei dieser Lebensweise bilden sich leider auch die Muskeln zurück und werden kürzer. In einem Wellness-Hotel hat mich beim Kneten eine Therapeutin gefragt, ob ich noch Auto fahre, weil  sie mir nicht auf der Straße begegnen möchte. Warum?! Weil ich so steife Nacken- und Halsmuskeln habe, dass ein Schulterblick fast unmöglich ist. Na und die restlichen Muskeln hatten auch eher die Gelenkigkeit von Brechstangen.

Dem habe ich im Garten nun entgegengesteuert mit meinem Arbeitseifer. Besonders Bücken dehnt den Rücken. Und relativ schwere körperliche Arbeit im Allgemeinen auch. Dabei kann es vorkommen, dass bei stärkerer und längerer Belastung einzelne kleine Muskelfasern reißen und sich dort Wasser ansammelt. Dadurch schwillt der Muskel ein wenig an und wir haben den allseits beliebten Muskelkater. Den hatte ich! Überall! Und wie! Und ich war steifer als sonst. Nicht zu verwechseln mit der allgemeinen Steifheit, die man bei Alkoholkonsum anstrebt! Steif im Sinne von Unbeweglichkeit. Nach dem Duschen zum Beispiel. Da habe ich zum ersten Mal bedauert, dass die Fußnägel so weit unten an den Füßen sind. Wären sie zum Beispiel an der Kniescheibe, käme man viel besser ran und müsste sich beim Schneiden nicht so unbarmherzig verrenken. Aber das wird wohl Wunschtraum bleiben. Arbeiten wir also lieber an der Brechstangen-Eigenschaft. Die Bewegungs-Sparsamkeit etwas lockern, dann werden sich sicher auch die Muskeln etwas lockern. 

Gleich heut Nachmittag. Mit dem Epo, dass ich heut wieder bekomme...

 

(*) der Name wurde wieder aus Datenschutz- und anderen Gründen von der Redaktion geändert.

 

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