Karpfendressur

(58 x gelesen) im
Mai 25 2020

Montag

 

Das Wochenende ist vorbei. Habt ihr geübt? Hat es funktioniert? Was macht es für einen Unterschied, ob man positiv oder negativ (misstrauisch) denkt? Tut positiv eher weh? Ist negativ einfacher? Muss man sich mehr anstrengen beim positiven Denken? Kommen negative Gedanken von alleine? Muss man vielleicht länger anstehen an der Positiv-Denk-Verkaufsschlange? Ist negatives Denken billiger?

Diese Fragen sind gar nicht so abwegig. Zumindest im übertragenen Sinn finden sie ihre Berechtigung. Und man kann sie durchweg mit JA beantworten.

Ich glaube, es ist ein gewaltiger Unterschied, ob man positiv oder negativ denkt. So, wie das Sprichwort stimmt „Du bist, was du isst.“ genauso kann man sagen „Du bist, was du denkst.“ Negatives Denken ist tatsächlich einfacher. Du brauchst nur auf die Tatsachen „starren“, dir dabei alle möglichen Horrorvorstellungen machen (das geht fast von alleine), dich der Meinung der Allgemeinheit anschließen und schon bist du gefangen im Sog der Ausweglosigkeit. Dazu kommen meist noch Enttäuschungen aus der Vergangenheit bei doch mal positiven Erwartungen, die dich im Negativtrip gefangen halten. „Siehst du, ich hab’s ja gleich gewusst!“ Negative Gedanken muss man auch nicht zu Ende denken, kann man gar nicht. Weil man sich das ganze Horrorszenario gar nicht bis zum Ende ausmalen möchte. Sie sind eine undefinierbare Masse, die dein Denken wie klebriges Harz gefangen nehmen und dich bewegungs- bzw. denkunfähig machen. Du gehst diesen Gedanken quasi „auf den Leim“ und bist zu keinem selbständigen Denken und Handeln mehr fähig.

Und jetzt davon loskommen und umdenken, ist fast genauso problematisch, wie einem Karpfen das Fahrradfahren beizubringen. Doch es ist möglich. Alles ist möglich.

 

Ich werde mich jetzt tunlichst hüten, damit abzuschließen. Ich kann mich im Garten ständig nur mit den Brennnessel- und Quecken-Ecken beschäftigen, all das viele Unkraut sehen und denken „Du meine Güte, sieht das hier furchtbar verwildert aus!“ Oder ich schau auf die Petersilie, die Kresse, die wie wild wächst, die Blüten, die jetzt im Frühjahr immer mehr werden, den Gänseblümchenteppich überall auf der Wiese. Dabei denke ich auch. „Du meine Güte, überall diese Schönheit, einfach zum Staunen!“ Exakt derselbe Garten.

Und dann geh ich hin, reiße die Brennnesseln raus und mach Jauche davon zum Düngen meiner Obststräucher und zum Vertreiben der Wühlmäuse. Dann reiße ich das Unkraut raus und werfe es auf den Kompost. Nächstes Jahr ist das beste nährstoffreiche Gartenerde. Wenn dir das Leben Unkraut gibt - mach Gartenerde draus. Wenn dir das Leben verzwickte Situationen gibt - mach sie dir zu Nutzen, um deine Zukunft positiv zu gestalten.

 

Zitat von Henry Ford: „Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich so wenige Leute damit beschäftigen.“ Dabei ist bewusst positives Denken nochmal eine Königsklasse höher.

Doch ich verspreche dir, es bewirkt wunderbare Ergebnisse in deinem Leben.

 

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