Alles anders

(163 x gelesen) im
Mär 18 2020

Bis jetzt noch nicht... Rumgeheule.

 

Mittwoch

 

„Nach jahrelangen Diskussionen über die Organspendenpraxis und vor dem Hintergrund des eklatanten Mangels an Spenderorganen hat der Bundestag am Donnerstag, 16. Januar 2020, die gesetzliche Grundlage geändert. In einer fraktionsoffenen namentlichen Abstimmung stimmten 432 Abgeordnete in dritter Beratung für die sogenannte Entscheidungslösung, [....]  200 Abgeordnete stimmten dagegen, es gab 37 Enthaltungen. [....]“

Auszug aus einer Mitteilung der Webseite des Bundestages (https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2020/kw03-de-transplantationsgesetz-674682)

Dazu habe ich gestern bei YouTube ein bewegendes Video gefunden, die das ganze Thema ziemlich bewegend realitätsnah wiedergibt. Auf der einen Seite das Leid und der Schmerz der Hinterbliebenen - auf der anderen Seite die Möglichkeit, anderen Menschen damit das Weiterleben zu ermöglichen. (Man findet etliche solcher Videos...)

Es gibt, besonders in Deutschland, erschreckend wenige Organspender aber erschreckend viele Menschen, die ohne eine Spende nicht mehr weiterleben können. Mit Nieren ist das noch relativ unkompliziert, obwohl es auch da genug Notfälle gibt, aber bei Herzen und Lungen z.B. kann man nicht jahrelang warten...

Die junge Frau hat 8 Leben gerettet. 130.000 warten noch... In Deutschland sind die Zahlen ähnlich.

https://youtu.be/sZTW2KuxEYo

 

Wie geht es bei mir weiter? Anfang Mai habe ich wieder Termine. Nochmal Urologe (ihr erinnert euch: der Frauenarzt für Männer). Da wird geprüft, ob und wieviel Urin von der Blase in die Nieren zurück läuft. Die zwei anderen Untersuchungen stehen auch noch an, aber bei der derzeitigen Lage in Krankenhäusern bekomm ich da eh keinen Termin vor Mitte Mai. Warten wir also. Die „Flecken“ auf der Leber müssen ja auch noch geklärt werden.

 

Heute hatte ich Probleme, zu Daisy zu kommen. Wie immer hab ich mich unten am Notaufnahme-Eingang absetzen lassen, damit ich die 66 Stufen in die 3. Etage laufen kann. Heute Tür zu. Irgendein Mitarbeiter meint: „Sie müssen vor zum Haupteingang und von dort rüber zur Dialyse.“ An der Rezeption vom Haupteingang: „Sie müssen raus und ganz nach hinten zum Nachteingang der Notaufnahme und von dort hoch.“ An der besagten Tür stand dann glücklicherweise jefrau, die mich reingelassen hat, weil Klingeln keinen Erfolg brachte. Dann durch die Notaufnahme, menschenleer, in den gewohnten Flur und diesmal in den Fahrstuhl. Gelaufen bin ich ja inzwischen genug. Na und dann endlich oben erfahre ich, dass ich heut woanders liege. Daisy funktioniert nicht, hat keinen Strom. Also geh ich heute wieder mal fremd, im Angesicht von Daisy gegenüber. Aber die Andere ist auf ihre Art auch ziemlich sexy und macht das ganz gut mit mir.

 

(Ob ich das im wirklichen Leben auch mal probiere?)

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