Aua!

(171 x gelesen) im
Jan 13 2020

Montag

 

Fast hätte es das Bett an die Wand geschoben, als die Schwester Susanna (*) versuchte, mir die erste Nadel in den Arm zu stechen, so schwer ging die rein. Ein stumpfer Nagel wäre sicher nicht schwerer reingegangen. Entweder war die Nadel - klingt ja auch fast wie Nagel - so stumpf oder ich bin eben tatsächlich so ein Dickhäuter oder Sturkopf (wir Vogtländer sagen dazu Dicknischel), wie von manchen behauptet wird. Gut, die zweite Nadel ging dann leichter rein. Beruhigend für mich und mein Selbstwertgefühl. Und für die Schwester und ihr Können auch.

 

Kalium 4,6; Hb 12,6; Zucker 96. Werte, die mich zufrieden stellen. Zusammen mit anderen Werten wie Kreatinin, Harnstoff, Harnsäure kann man als Dialyseparient mit diesen Werten zufrieden sein.

Nun ist das aber so, und ich hab das hier im Tagebuch auch schon öfters erwähnt: Eine gesunde Niere schafft in einer Stunde etwa 6 Liter Blut zu filtern von dem ganzen Mist, der da drin ist. Zur Dialyse musst du, wenn die Nierenleistung nur noch bei etwa 10% liegt. Dabei wird versucht, solange wie möglich die Sache hinauszuzögern. Und erst, wenn es gar nicht mehr geht, kommt Daisy ins Spiel. Bei mir war das so, dass bei der zweiten Dialyse der Arzt meinte: Wenn wir noch ein/zwei Wochen gewartet hätten, wären Sie irgendwo zusammengebrochen... Jetzt macht aber Daisy nicht wieder „allen Schaden gut“ und holt alle Giftstoffe raus. Sie schafft das, was eine Niere mit ca. 15% Leistung noch schaffen würde, hält dich also so kurz über dem „Zusammenbrechen“. Du bist also wieder ziemlich fit, aber weit von dem entfernt, was du früher mal warst. Ernüchternde Fakten.

Hier auch wieder ein interessanter Film zum Thema: https://youtu.be/7KGkvRFkMCc Da wird von Ärzten UND Patienten berichtet, was alles so zur Dialyse und im Alltag abgeht. Besonders möchte ich auf die Bemerkung bei 28:52 hinweisen: „Manchmal möchte ich gar nicht mehr hingehen...“ Hier ist es wegen der Dialyse-Belastung, doch es gibt auch andere Belastungen und Herausforderungen, weswegen man manchmal „...gar nicht mehr hingehen möchte...“ Ist es meine Freundin, die mich davon abhält...?

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