Ungeil vs. geil

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Jan 03 2020

Freitag

 

„Geile Mucke“ sagte der Taxifahrer und meinte damit die neue CD, die in HR4 vorgestellt wurde. Ntzata, ntzata, ntzata, so der Rhytmus, das ganze Lied über, alle Lieder. Überhaupt fast alle Lieder bei HR4. Automatisch vielfalt-entfremdet. Wenn mein Diesel unrund lief, war das ein abwechselnderer Sound. „Deutsche Schlager...“ Ich konnte noch nie verstehen, wie man sich solche Seelenqualen freiwillig antun kann. Und werde es wohl auch nie. Bis in alle Ewigkeit und noch darüber hinaus.

„Meine sehr verehrten Damen und Herren, hiermit verabschieden wir alle vergrämten Leser, die HR4-Fans sind und bleiben möchten, in ihre eigene Cloud.“ Über Geschmack lässt sich streiten - oder eben nicht.

Klassik. Und Oldies aus den 60ern bis 80ern. Von Johnny Cash bis Beethoven, von Comedian Harmonist bis Johann Strauß. Wer weiß schon, dass man CD's von Johnny Cash auch mit Karte bezahlen kann? Wer weiß schon, dass Beethovens Neunte ein gewisses Fräulein Katharina aus Köln war? (Dieser Skandal kam nie an die Öffentlichkeit.) Und dass es nicht nur eine Unvollendete von ihm gibt, sondern auch eine Unbegonnene? Wer weiß schon, dass Mendelsohn seine Opern nie alleine komponiert hat, sondern immer noch den Bartholdy dazu gebraucht hat? Wer weiß schon, dass man Mozart’s „Kleine Nachtmusik“ auch tagsüber hören kann? Wer weiß schon, dass in einem Philharmonie-Orchester auch Männer mit wenig Haar spielen dürfen? Diese Musik ist viel interessanter als nur Ntzata, ntzata, ntzata.

Wer weiß schon, dass ich jetzt noch 4:42 Stunden hab mit Daisy? Ich. Und jetzt auch ihr. 4:41.

Übrigens, meine Kaffeetasse war heute wieder der Renner. 4:39.....

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