Nov 22 2019

Freitag

Taxi-Start 06:30 Uhr, Ankunft 06:50 Uhr, Blutdruck 143/77, UF-Rate 500 +500, Blutfluss 400ml/min, Dauer 5,5 Std., Angeschlossen 07:10 Uhr, Abschließen 12:40 Uhr, Abdrücken bis 13:05 Uhr, Taxi-Start 13:10 Uhr, Ankunft zuhause 13:30 Uhr. Ein 7-Stunden-Arbeitstag. Davon 40 Minuten Fahrzeit.

Dialyse-Alltag. Bis auf einige Minuten hin oder her ist das immer so. Diese Regelmäßigkeit  wirkt sich angenehm positiv auf den Lebensrhythmus aus. Dialyse ist eine feste Größe in meinem Leben geworden. So, wie man es immer wieder liest: Der gesamte Lebensrhythmus ordnet sich um die Tatsache Dialyse. Ich kann behaupten, nach über einem Jahr hat sich so gut wie alles geordnet. Vieles ist selbstverständlich geworden. Ich brauche gar nicht mehr darüber nachdenken. Es läuft fast automatisch.

Doch dann kommen Dinge, die auch selbstverständlich, aber doch anders selbstverständlich sind. Und die erinnern mehr oder weniger schmerzlich daran, dass man „schwerbehindert“ ist. Man kann eben nicht mehr einfach alles, was man früher konnte. Da sind zwei meiner Söhne, die einen Wellness-Urlaub gebucht haben. Vier Tage. Einer ist plötzlich verhindert. Stornieren nicht mehr möglich. Alternative wäre gewesen: Papa fährt stattdessen mit. Papa hat in dieser Zeit aber zwei Dialyse-Termine... Es gibt zwar eine Dialyse-Klinik am Ort, doch hier so auf die Schnelle binnen einer Woche alles geordnet zu bekommen, ist unmöglich. Also bleibt Papa zuhause - und Mama fährt mit. Und so wellnesst Mama und Papa dialyst dann.

Mach das Beste draus! „Strohwitwer“ können es ja auch ganz angenehm haben. Damit ist jedoch nicht der Hausnotruf gemeint...

Wie heißt es so schön?: „Endlich allein...!“

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