Okt 28 2019

Montag

 

Ich hab die Uhren umgestellt. Aber es hat nichts gebracht, ich musste heute Morgen trotzdem aufstehen. Kleiner Tipp für’s nächste Mal, wenn man nicht genau weiß, ob man eine Stunde vor- oder eine Stunde zurückstellen muss: ein paar Uhren stellt man vor, einige zurück. Dann ist man immer auf der sicheren Seite.

 

Heute wieder "große, vierteljährliche Blutabnahme". Wobei "groß" hier zwei große und ein kleines Röhrchen bedeutet, nicht wie in der Uniklinik gefühlt literweise. Wird wieder interessant, wie die Blutwerte sich verändert haben und ob sie noch, schon oder wieder im grünen Bereich sind. Mittwoch, spätestens Freitag sind wir schlauer.

 

Heute ein paar Fakten zur Dialyse. Ich hab wieder mal rescherschiert. Diesmal nicht im Netz, sondern im Papier. "Der Nierenpatient“, eine Zeitschrift vom Kirchheim-Verlag, die ich abonniert hab. 5,50€ pro Ausgabe, 6 mal im Jahr.

90.000 Menschen müssen in Deutschland drei mal pro Woche zur Dialyse. Hier werden (von Daisy & Co) die Giftstoffe außerhalb des Körpers über eine halbdurchlässige Membran in die Dialyseflüssigkeit geleitet. Kleine Moleküle, wie Wasser, Elektrolyte, Harnstoff, Harnsäure und Kreatinin durchgelassen, aber große Moleküle wie Eiweiß und Blutzellen werden zurückgehalten. Das gesamte Blut wird dabei etwa dreimal pro Stunde umgewälzt, fließt also durch Daisy. Dreimal über 6 Liter, 5,5 Stunden, geben über 100 Liter. (Bei mir konkret 400ml/min = 132 Liter) Dazu werden pro Behandlung ca. 400 Liter Dialyseflüssigkeit, Dialysat benötigt. 400 Liter pro Patient und Behandlung. 1200 Liter, also 1,2 Kubikmeter pro Woche. Und das bei 90.000 Patienten. Die schlechte Nachricht: Das Dialysat kann nur einmal verwendet werden. Also verursachen Dialysepatienten einen Wasserverbrauch in der Größe eines Würfels mit einer Kantenlänge von 175 Metern. Zum Vergleich: Der Eiffelturm ist 324m und die Freiheitsstatue schlappe 93m hoch. Nun versucht man natürlich irgendwie, diesen hohen Verbrauch zu reduzieren. Es geht ja auch nicht allen Ländern so gut wie Deutschland, wo wir (noch) Wasser im Überfluss haben. Aber - und das ist wieder die gute Nachricht - gibt es bereits Forschungen, wobei nur noch 10% Wasser verbraucht wird. Und - es geht weiter - der Patient trägt eine Weste, die das Dialysat enthält und nur alle 4 Stunden gewechselt werden muss,ähnlich wie bei der Bauchfelldialyse, nur dass das neue Verfahren nicht länger dauert, als mal nur schnell zur Toilette zu gehen. Ein mobiles Dialysegerät also, zum Mitnehmen.

Erinnert ihr euch an meinen Beitrag vom 09.11.18 „Im Jahr 2035“? Ich hab wohl nicht ganz unrecht. Vielleicht sind wir schon auf dem Weg dorthin. Und das mit den Nadeln kriegen die sicher auch noch hin. Äußerst wünschenswert...

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