Niere vs. Lunge

(43 x gelesen) im
Okt 06 2019

Montag

 

Und ich tu‘s.

Ich schreib über den ZDF-Beitrag.

Da gab es einige Interessante Aussagen.

Bei 08:11 Min.: „Es ist ein Hangeln von einem Tag zum anderen.“ Eine gesunde Niere reinigt zu 100 bis 80%. Die Bauchfelldialyse zu 18%. (Hämodialyse - mit Daisy - zu etwa 12 bis 14%). Das bedeutet, dass ständig ca. 86% des normalerweise ausgeschiedenen Giftes im Körper verbleibt. Ist also nicht zu vergleichen mit einer gesunden Niere. Deshalb auch nur „ein Hangeln“.

Bei 15:18 Min.: Die Aussage der Mutter (und die Meinung wohl jedes Betroffenen). Wenn man bei heutigen Verhältnissen einen Sechser im Lotto mit über 10 Millionen Euro ansetzt, verzichtet man also auf ne ganze Menge, nur um mit einer neuen Niere wieder ein normales Leben haben zu können. Das Ergebnis wiegt den Verlust mehr als deutlich genug auf.

Bei 20:07 Min.: Aussage des Arztes, nach erfolgter OP sind die Kreatinin-Werte bei 1,4. Ein Gesunder hat zw. 0,7 und 1,3. Mein Wert liegt bei 7,24. Da ist noch viel Platz nach oben.

Akute Niereninsuffizienz ist eben doch nicht so auf die leichte Schulter zu nehmen.

Aber selbst wenn es auf der schweren Schulter liegt, muss man nicht verzweifeln. Es kommt auf die innere Einstellung und die Akzeptanz-Bereitschaft an.

 

Und für dieses ganze Thema habe ich morgen wieder einen von den 15 Terminen in der Klinik. Lungen-Röntgen. Für mich ein absolut heißes Thema. Vor 45 Jahren habe ich „auf der anderen Seite der Mauer“ mit Asbest gearbeitet unter heute unvorstellbaren Bedingungen. Die Luft in der Halle an den Maschinen hat nur so geflimmert von Asbestfasern und -staub. Alles mit eingeatmet. Ohne jeglichen Atemschutz oder gar Schutzanzügen oder Handschuhen. Täglich acht Stunden. Sechs Jahre lang. Im Drei-Schicht-System. Das Leben war damals kein Zuckerschlecken, sondern eher ein Asbestschlecken. Wenn ich mir dagegen heute anschaue, wie die Arbeiter als Astronauten verkleidet auf den Dächern arbeiten, nur um ein paar gepresste asbesthaltige Platten abzuschrauben und anzufassen, ringt es mir unweigerlich ein Lächeln ab. Damals hatte ich keine Anzeichen einer Asbest-Lunge. Und heute? Oder Lungenkrebs?

 

Sicher weiß ich morgen mehr...

 

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