Okt 04 2019

Freitag

Ich hab lange überlegt. Tu ich‘s oder tu ich‘s nicht? Nützt das was oder eher nicht? Oder mach ich damit eher noch mehr kaputt als dass es hilfreich wäre? Vor vielen Wochen hatte ich das Thema hier ja schon mal. „Es gibt solche und solche, aber leider mehr solche als solche.“ Nicht bei den Taxifahrern, das war ein anderes Thema. Nein, sondern bei den Menschen allgemein. Solche, die es betrifft und mittendrin sind und solche, die es nicht betrifft und „auf der anderen Seite der Mauer“ leben. Ähnlich, wie vor dem Mauerfall vor 30 Jahren. Wer nicht sein Leben lang unter den weisen, nur dem Wohle des Volkes, zum Aufbau und Vormarsch des Sozialismus und zum Schutze der Errungenschaften der Werktätigen vor den Machenschaften des Kapitalismus dienenden Entscheidungen des Regierungsapparates des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheizpartei Deutschlands in der Deutschen Demokratischen Republik und als Brudervolk der ruhmreichen Sowjetunion zu leiden hatte - man kann auch einem Blinden einen Rembrandt erklären wollen... Geht nicht. Nicht umsonst hieß die SED Einheizpartei. Und wie die uns eingeheizt hat...

Ich hab eine Doku im ZDF gesehen. Und die war - zumindest für mich, vielleicht bin ich ja nur ein Sensibelchen - sehr bewegend und ernüchternd. Vielleicht auch, weil ich „zwischen den Zeilen“ und in den Gesichtern gelesen hab dabei. Und eben, weil ich von eurer Seite aus betrachtet „drüben“ lebe und „einer von denen“ bin.

https://www.zdf.de/dokumentation/37-grad/37-ich-gebe-dir-meine-niere-100.html

Nur als Empfehlung, das mal anzuschauen, oder auch zweimal. Wen es wirklich interessiert, schaut sich‘s sowieso an. Und in ein paar Tagen ist der Link ohnehin weg...

Ich komme am Montag nochmal darauf zurück.

Heute gab es die zweite Hepatitis-Impfung. Wieder so eine Spielzeugnadel. Länger als die Sommerferien aber dünner als sächsischer Kaffee. Nichts gespürt, eigentlich gar nichts. (Wer nichts spürt, spürt noch mehr als einer, der gar nichts spürt.) Und wer nicht weiß, wie sächsischer Kaffee zubereitet wird, hier das Rezept: Man nehme eine Kaffeebohne und binde sie an einen dünnen Faden. Dann hängt man diese ins Fenster. Auf den Tisch stelle man eine Tasse mit heißem Wasser. Nun muss der Schatten der Kaffeebohne einige Minuten (je nach gewünschter Kaffeestärke) in die Tasse fallen. Umrühren, fertig.

Ich bin nur froh, dass es hier hessischen Kaffee gibt: stark, lecker, mit drei Zucker, viel Milch. (Dann hab ich heute also sechs Zucker... Wusste schon jemand, dass ich ein ganz Süßer bin? Mal testen? Meine Telefonnummer findet ihr im Impressum - wer sie nicht ohnehin schon hat... zwinker...)

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