Mathe-Exkurs

(66 x gelesen) im
Sep 30 2019

Montag,

der Tag nach gestern. Und gestern war Sonntag. Und der Sonntag war besonders.

 

„Eine große Hälfte und eine kleine Hälfte gibt es nicht!“ schimpfte der Mathelehrer. „Aber warum schreibt ihr solchen Unsinn in der Klassenarbeit? Weil die große Hälfte von euch nicht aufpasst!“

Erst sind alle begeistert und wollen mit und dann kneifen viele. Deshalb war die kleine Hälfte vom Bus dann nur voll. Oder für unverbesserliche Pessimisten: die große Hälfte vom Bus war eben leer. Das war schade.

Ich muss ganz vorn beginnen: Eine Mitpatientin hat angeregt und mitorganisiert, dass wir Patienten einen gemeinsamen Tagesausflug machen. Das scheint hier jedes Jahr so zu sein, doch weil ich erst 11 Monate dabei bin, ist es für mich neu. Und ich fand es gut. Sehr gut. Ziel: Koblenz. Busfahrt hin. Gemeinsames Mittagessen. Schifffahrt auf dem Rhein, natürlich mit Kaffee und Kuchen. Ja, ältere Semester liiiiieben Kaffeefahrten... Busfahrt zurück. Bei fast bestem Wetter. Die große Hälfte des Tages war es trocken und nicht zu windig. Kurz geregnet hat es nur, als wir Mittag gegessen haben im Restaurant und auf dem Schiff mal 3 Minuten. Eine Patientin meinte immer mal: „Tja, wenn Engel reisen...“ und ich dachte für mich: „Ist ja gut, dass ich mitgefahren bin, sonst hätte es wohl dauernd geregnet.“ Für alle, die dabei waren, war es ein schönes Erlebnis. Das war die einhellige Meinung aller 14 Patienten und 4 Freiwilliger vom Personal (schreibt man da jetzt Personalinnen?) Für alle anderen, die dann doch nicht mit wollten, war es Pech. Und für die, die nicht mit konnten, war es schade.

Aber... weil so viele gekniffen haben, stand im Vorfeld diese Fahrt auf der Kippe. Fahrtkosten durch Teilnehmer ist gleich Einzelpreis. Und der wäre dann zu hoch gewesen. Doch nun kommen „unsere“ 4 Ärzte, drei ...te und eine ...tin, ins Spiel. Die haben gemacht, was sie immer machen und auch am besten können: Spritzen geben. Aber weil diese Patientenausfahrt keine Grippe bekommt, sondern eher an Überteuerung krankt, gab es keine Grippeschutzimpfung, sondern eine Finanzspritze. Und nur deshalb ist diese Fahrt nicht in den Rhein oder anderswo ins Wasser gefallen. Darum an dieser Stelle ein ganz großes, herzliches Dankeschön an „unsere“ Ärzte!

Wieder zuhause hat es nicht mehr all zu lange gedauert, bis ich ins Bett gefallen bin. Heute Morgen hab ich dann erfahren, den anderen soll es ähnlich ergangen sein.

 

Fazit: Können wir nächstes Wochenende wiederholen.

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